Köhle & Wild

 

Schmuckwarenfabrikations

 

GmbH

 

 

wird in 4. Generation am 1. Mai 2018  125 Jahre alt.

 

Die Firma wurde am 1. Mai 1893 von Hans Köhle als Taschenuhrbügel-. und Schmuckwarenfabrik im Gebäude des Steckeles-Kayser (Bankier August Kayser) in Pforzheim gegründet.

Infolge der dynamischen Unternehmer-Persönlichkeit des Gründers nahm die Firma

einen rasanten Aufschwung.So konnte bereits 1906 ein Filialbetrieb in Mühlhausen eröffnet werden, der 1908 zum Hauptsitz wurde. Hans Köhle baute die komplette Stromversorgung im gesamten Ort in Mühlhausen auf. Durch seine soziale Einstellung stellte er den Frauen, deren Männer während des 1. Weltkrieges gefallen waren, oder noch im Krieg waren, den Strom kostenlos zur Verfügung. Ab 1890 sorgte ein Pferdefuhrwerk und ab 1908 die Privatautolinie von Hans Köhle für die Verbindung mit Pforzheim und Umgebung.

Schwerpunkt seiner Tätigkeit war jedoch in dieser Zeitphase die Produktion von Schmuckwaren jeglicher Art.

Eine originale Schmuckkollektion und Schriftstücke aus der ganzen Welt sind noch gut erhalten im Besitz der Firma.

Die Beschäftigtenzahl wuchs schnell von 35 auf 120 Beschäftigte an.

Während des 1. Weltkrieges blieb dem Betrieb die Umstellung auf Rüstungsgüter nicht erspart. So wurden Zünder für Granaten sowie Beschläge für Tornister und Feldflaschen hergestellt.

Schwere wirtschaftliche Zeiten brachte die Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger anfangs der dreißiger Jahre. Damals wurde die Firma in kleinerem Rahmen unter Mithilfe seines Sohnes Hellmuth und Tochter Marcelle weitergeführt.

Der 2. Weltkrieg brachte erneut große Existenzsorgen für die Schmuckwarenhersteller mit sich. In dieser Zeit wurden insbesondere Marsch-Kompasse für die Wehrmacht gefertigt.

1940 verstarb der Firmengründer Hans Köhle.

Das Jahr 1946 war der Neubeginn der Firma Köhle & Wild. Die Verantwortung für die Firma trugen seit diesem Jahr Hellmuth Köhle sowie dessen Schwester Marcelle Schweigert-Hiltner, geborene Köhle.

Mit Hilfe treuer Kunden und einem Teil der alten Mitarbeiter gelang es in kurzer Zeit die Firma zu neuem Leben zu erwecken. Bereits 1948 wurde in Mühlhausen ein neues Fabrikgebäude errichtet.

Mittelpunkt und Antriebskraft des Unternehmens war seit dieser Zeit Hellmuth Köhle. Neben seinem Amt als Bürgermeister der Gemeinde Mühlhausen, das er 26 Jahre inne hatte, trug er in unermüdlicher Arbeit zur Entwicklung der Firma bei. Unterstützt wurde er von seiner Ehefrau Liesel und seiner Schwester Marcelle. Mit dem allzu frühen Tod von Helmut Köhle im Jahre1971erlitt die Firma einen großen Verlust.

Sein Sohn Klaus Köhle und Ehefrau Lony bauten die Schmuckproduktion weiter aus.Für Manschettenknöpfe, Broschen und Anhänger wurden eigene Werkzeuge zur Produktion hergestellt.

Mit Eintritt von Herrn Arpad Velkopolszky 1972 wurde der Schleuderguss für Schmuck eingeführt. Es folgten eine Galvanik und eine Gießerei.

Herr Velkopolszky leitete die Fertigung während Klaus Köhle die produzierten Schmuckstücke an den Großhandel und Versandhäuser durch Reisetätigkeit verkaufte.

1987 wurden die Räumlichkeiten durch einen Anbau erweitert. Die Polierabteilung und das Büro wurden vergrößert.

Nach der Wende erlebte die Nachfrage nach Schmuck einen Aufschwung in den neuen Bundesländern. Durch die Massenproduktion in den Billiglohnländern wurden die Stückzahlen in der

Fertigung immer kleiner. Um die Firma umzugestalten wurde 1993 die Firma an Tochter Susanne Köhle-Quicker und Schwiegersohn Eberhard Quicker übertragen.

Köhle und Wild wurde in eine GmbH umgewandelt.

Das Ehepaar Quicker baute die Lieferung direkt an Juweliere im Inland und Ausland auf.

Nach dem Tod von Klaus Köhle im Jahre 1999 wurde mit der Direktvermarktung der eigenen Schmuckstücke begonnen. Im kleinem Rahmen wird heute individueller Echtschmuck hergestellt. Der Verkauf von Schmuckwaren, Reparaturen und Service rund um Schmuck und Uhren sind heute Mittelpunkt des Geschäftsbetriebes.